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Wie ich nie Hochzeiten fotografieren wollte – und warum ich es jetzt liebe!

  • Autorenbild: Fantassja
    Fantassja
  • 1. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit
Tassja, die Fotografin im Studio, wie sie freudig ihre Kamera entgegen nimmt

Ich gebe es zu: Der Gedanke, eine Hochzeit zu fotografieren, hat mich früher in Angst und Schrecken versetzt. Die Verantwortung schien einfach zu groß. Ich meine, wie verrückt muss man sein, sich freiwillig zu melden, um den wichtigsten Tag im Leben eines Paares festzuhalten? Was, wenn etwas schiefgeht? Was, wenn ich den entscheidenden Moment verpasse? Diese Gedanken waren Grund genug für mich, Hochzeiten kategorisch abzulehnen.


Und doch sitze ich heute hier, schreibe diesen Blogpost – und kann mir nichts anderes mehr vorstellen, als Hochzeiten zu fotografieren.


Wie alles begann: Panik trifft Herausforderung


Es begann, wie es bei vielen Dingen im Leben oft ist: ein guter Freund fragte mich, ob ich seine Hochzeit fotografieren könnte. Und obwohl mein Inneres „NEIN!“ schrie, kam aus meinem Mund ein zögerliches „Ja, klar!“ (Warum tun wir das?)


Wochenlang war ich nervös. Ich las unzählige Artikel, schaute Tutorials und plante akribisch. Aber der Gedanke blieb: „Was, wenn ich versage?“. Der Druck war enorm. Schließlich geht es bei Hochzeiten nicht nur um hübsche Bilder, sondern um DIE ERINNERUNGEN. Es gibt keinen zweiten Versuch. Keine Wiederholung. Kein „Cut, noch mal von vorn!“


Der große Tag: Eine Achterbahn der Gefühle


Und dann kam der Tag. Ich war nervös wie das Brautpaar selbst. Doch als ich hinter meiner Kamera stand, geschah etwas Magisches: Ich verschwand. Es war, als würde ich durch ein Fenster in eine Welt schauen, die ich festhalten durfte. Die Emotionen, das Lachen, die Freudentränen – plötzlich war ich mittendrin.


Ich merkte schnell, dass es nicht nur darum geht, perfekte Bilder zu machen. Es ging darum, die kleinen, echten Momente einzufangen: das liebevolle Zurechtrücken des Brautkleids durch die beste Freundin, die verstohlenen Blicke zwischen dem Brautpaar, das Lachen der Gäste beim Anstoßen.


Und als der Tag vorbei war und ich die ersten Bilder sichtete, fiel mir ein Stein vom Herzen. Die Bilder waren gut – nicht perfekt, aber voller Leben. Ich hatte es geschafft.


Der Wendepunkt: Liebe auf den zweiten Blick


Nach dieser ersten Hochzeit dachte ich: „Okay, das war eine einmalige Sache.“ Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Das Brautpaar war überglücklich. Sie bedankten sich für die Bilder, als hätte ich ihnen das größte Geschenk gemacht. Und irgendwie hatte ich das wohl auch.


Kurz darauf kam die nächste Anfrage. Und die nächste. Jede Hochzeit brachte neue Herausforderungen, neue Geschichten und neue Emotionen mit sich. Und nach einer Weile merkte ich: Ich liebe das.


Warum Hochzeitsfotografie meine größte Leidenschaft wurde


Hochzeiten sind nicht einfach nur Events – sie sind ein Fest der Liebe. Sie sind voller einzigartiger, authentischer Momente, die man nicht planen oder inszenieren kann. Und ich habe das Privileg, diese Momente für die Ewigkeit festzuhalten.


Ich habe gelernt, dass es bei der Hochzeitsfotografie nicht darum geht, fehlerfrei zu sein. Es geht darum, präsent zu sein. Es geht darum, die Liebe zu sehen, die in der Luft liegt, und sie durch die Linse sichtbar zu machen.


Die Lektion: Man wächst mit der Aufgabe


Heute weiß ich, dass die Angst, jemanden zu enttäuschen, normal ist – vor allem, wenn einem etwas wirklich wichtig ist. Aber genau diese Angst hat mich dazu gebracht, alles zu geben.


Und das Beste daran? Diese Arbeit ist so viel mehr als nur ein Job. Es ist eine Verbindung zu Menschen an einem ihrer glücklichsten Tage. Es ist das Gefühl, Teil einer Geschichte zu sein, die noch Generationen später erzählt wird.


Mein Fazit: Die schönsten Überraschungen kommen ungeplant


Manchmal führt uns das Leben genau dorthin, wo wir uns nie hintrauen wollten. Und genau dort entdecken wir oft unsere größte Leidenschaft.


Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal sagen würde: „Ich liebe es, Hochzeiten zu fotografieren.“ Aber heute sage ich es mit Überzeugung. Und mit Dankbarkeit – für die Paare, die mir ihr Vertrauen schenken, und für die Momente, die ich für sie festhalten darf.


Wenn ihr also einen Traum habt, vor dem ihr Angst habt: Probiert es aus. Ihr könntet überrascht sein, wie viel Freude in dieser Herausforderung steckt.



 
 
 

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